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Die gibts noch? The Offspring in Hamburg

 

© olly - Fotolia.com

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In manchen Augenblicken fühlt es sich so an, als sei keine Zeit vergangen, als sei man immer noch 15 und als hätte sich die Welt nicht weiter gedreht. So geschehen auch im Hamburger Stadtpark, als an einem Dienstagabend die US-amerikanische Grungepunk-Band The Offspring die Bühne betreten. Mehr als 15 Jahre ist es inzwischen her, dass die kalifornische Combo durchgestartet ist und mit ihrem Album Smash in die Jugendzimmer, Jugendräume und Transistorradios der Jugend eingezogen ist. Mit ihrem krachigen, simplen Sound und der nasalen und nöilgen Stimme von Sänger und Gründungsmitglied Dexter Holland haben sie den nerv der Zeit getroffen. Während Anfang der Neunziger mit Bands wie Nirvana Grunge, Selbstzweifel und eine gewisse nihilistische Schwere in die Musiklandschaft gezogen ist, haben Bands wie The Offspring oder Green Day den Soundtrack zum kollektiven Rumspringen und Mitsingen geboten.

Nun, etliche Jahre später, scheint diese jugendliche Leichtigkeit ungebrochen. Bei dem einzigen Deutschlandkonzert, was The Offspring dieses Jahr spielen werden, sind 3200 Hamburger vor Ort, jene, die damals schon Fan waren, und jene Spätgeboren, die erst später dazukamen. Egal wie alt, der Text sitzt. Das Album Smash hat sich damals 11 Millionen Mal verkauft, und nun, 26 Jahre nach Bandgründung, schwappt den Herren immer noch unbegrenzte Zuneigung wntgegn, geäußert in Schreien, fliegenden Bierbechern und Moshpit. Die Band bedankt sich dafür mit einer rund anderthalb Stunden langen Performance ihrer größten Hits, bei denen auch die beiden Klassiker ‘Self esteem’ und ‘Pretty fly for a white guy’ nicht gefehlt haben.

Der Abend war also eine win-win-Situation, bei der sowohl Band als auch das Publikum eine Reise in die Vergangenheit machen durften, sich noch einmal jung gefühlt haben und sowohl glücklich als auch müde und heiser nach Hause gegangen sind.

Tim Bendzko – Deutschlandtour ab Januar 2012

Tournee © DWP - Fotolia.com

Tournee © DWP - Fotolia.com

“Nur noch kurz die Welt retten” – Tim Bendzkos Debütsingle, sollte umbenannt werden in “Nur noch kurz Deutschland retten”, denn genau das hat er ab Mitte Januar vor.

Im vergangenen Jahr legte Tim Bendzko einen erstaunlichen Karrierestart hin. Mit seiner Hitsingle “Nur noch kurz die Welt retten” erreichte er Platz 2 der deutschen Charts. Auch sein Album “Wenn Worte meine Sprache wären” wurde im ganzen Land gefeiert und hat inzwischen Platin-Status erreicht.

Der symphatische 26jährige Berliner gewann darüber hinaus den “Bundesvision Songcontest” und wurde mit einem Bambi ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr spielte er bereits vor ausverkauften Hallen Titel aus seinem Longplayer, nun folgt eine Tournee.

In Interviews gibt sich der Singer und Songwriter ganz normal und überhaupt nicht abgehoben. Er hält nicht viel von einer Show um seine Person, sondern will einfach nur Musik machen. Das wird ihm nicht zu letzt seine Freundin danken zu der er sich von Anfang an bekannte und nicht die übliche Singleschwarmshow hinlegte. Früher spielte er selbst Fußball und bekennt sich auch heute noch ganz offenkundig zu dem Traditionsverein FC Union. Sein Herz schlägt für Berlin und doch wird der die Hauptstadt ab MItte Januar verlassen um “mal eben kurz die Welt retten” zu können.

Wer den charmanten Berliner sehen will, hat ab dem 15.1.2012 die Chance dazu.

15.01., Offenbach, Capitol

16.01., Ulm, Roxy

17.01., Würzburg, Posthalle

19.01., Trier, Tuchfabrik

20.01., Mainz, Frankfurter Hof

21.01., Mannheim, Alte Feuerwache

22.01., Dortmund, FZW

24.01., Münster. Jovel

25.01., Bremen, Schlachthof

27.01., Flensburg, Deutsches Haus

29.01., Osnabrück, Rosenhof

30.01., Krefeld, Kulturfabrik

31.01., Köln, Live Music Hall

02.02., Kassel, Musiktheater

03.02., Hannover, Capitol

04.02., Braunschweig, Meier Music Hall

05.02., Bielefeld, Ringlokschuppen

11.02., Potsdam, Lindenpark

12.02., Nürnberg, Hirsch

13.02., Stuttgart, Longhorn

15.02., Freiburg, Jazzhaus

19.02., München, Ampere

23.02., Dresden, Beatpol

24.02., Magdeburg, Altes Theater

25.02., Erfurt, HsD

27.02., Berlin, Astra

20.06., Köln, Tanzbrunnen

12.07., Hamburg, Stadtpark

13.07., Mainz, Zitadelle

Das erste Konzert seit fünf Jahren: New Order in London

© sborisov - Fotolia.com

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London steht für seine berühmte Szene, die allenfalls in Camden, einem Stadtteil im Norden der Stadt, ihre Runden dreht. Hier geben sich Stars die Klinke mit dem Fußvolk in die Hand. Amy Winehouse lebte hier, sang oft in einer der Karaoke-Bars, wo jeder Zugang hatte, The Libertines-Mitglieder Carl Barat und Peter Doherty tranken letztens hier Kaffee. Ein kurioses Bild, wenn man einen der Stars hautnah in Camden erlebt. Doch eine Band, bei der man dachte, sie gäbe es seit fünf Jahren nicht mehr, feierte nun ihr Comeback – allerdings nicht in Camden.

Denn dort, wo die alten Docklands stehen, gibt es nur wenige Touristen. Hier gibt es nicht das berühmte coole Londoner szenige Leben, sondern einfach nur viele junge Londoner, zumeist Studenten. Hier gab die Band “New Order” ihr erstes Konzert seit fünf Jahren. Gerüchte sagen, dass es innerhalb von 15 Minuten nach Bekanntgabe ausverkauft gewesen sein soll. Wer New Order nicht kennen sollte, bekommt nun noch einmal die Chance in den Geschichtsbücher der Musik zu kramen oder sich einfach zu erinnern, denn New Order feierte seine meisten Erfolge in den 80er-Jahren.

Und dieses Flair der 80er lebten New Order im Troxy wieder auf. Denn nur zwei Songs spielten sie, die nach den 80er Jahren entstanden sind. Denn nach den 80ern kam nicht mehr unbedingt viel. Nur ein Song war so zusagen als “Hit” zu bezeichnen in den vergangenen 18 Jahren: “Crystal”. Natürlich spielte auch ein Song von Joy Divison eine Rolle, der den britischen Pop-Rock maßgeblich beeinflusst haben dürfte: “Love will tear us apart again”. Schließlich haben zwei der Mitglieder von New Order Anteil an der Produktion von dem Klassiker in der Szene.