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Die gibts noch? The Offspring in Hamburg

 

© olly - Fotolia.com

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In manchen Augenblicken fühlt es sich so an, als sei keine Zeit vergangen, als sei man immer noch 15 und als hätte sich die Welt nicht weiter gedreht. So geschehen auch im Hamburger Stadtpark, als an einem Dienstagabend die US-amerikanische Grungepunk-Band The Offspring die Bühne betreten. Mehr als 15 Jahre ist es inzwischen her, dass die kalifornische Combo durchgestartet ist und mit ihrem Album Smash in die Jugendzimmer, Jugendräume und Transistorradios der Jugend eingezogen ist. Mit ihrem krachigen, simplen Sound und der nasalen und nöilgen Stimme von Sänger und Gründungsmitglied Dexter Holland haben sie den nerv der Zeit getroffen. Während Anfang der Neunziger mit Bands wie Nirvana Grunge, Selbstzweifel und eine gewisse nihilistische Schwere in die Musiklandschaft gezogen ist, haben Bands wie The Offspring oder Green Day den Soundtrack zum kollektiven Rumspringen und Mitsingen geboten.

Nun, etliche Jahre später, scheint diese jugendliche Leichtigkeit ungebrochen. Bei dem einzigen Deutschlandkonzert, was The Offspring dieses Jahr spielen werden, sind 3200 Hamburger vor Ort, jene, die damals schon Fan waren, und jene Spätgeboren, die erst später dazukamen. Egal wie alt, der Text sitzt. Das Album Smash hat sich damals 11 Millionen Mal verkauft, und nun, 26 Jahre nach Bandgründung, schwappt den Herren immer noch unbegrenzte Zuneigung wntgegn, geäußert in Schreien, fliegenden Bierbechern und Moshpit. Die Band bedankt sich dafür mit einer rund anderthalb Stunden langen Performance ihrer größten Hits, bei denen auch die beiden Klassiker ‘Self esteem’ und ‘Pretty fly for a white guy’ nicht gefehlt haben.

Der Abend war also eine win-win-Situation, bei der sowohl Band als auch das Publikum eine Reise in die Vergangenheit machen durften, sich noch einmal jung gefühlt haben und sowohl glücklich als auch müde und heiser nach Hause gegangen sind.

Vor 20 Jahren: Nirvanas Nevermind

Mit Songs wie „Smells Like Teen Spirit“ und „Come As You Are“ wurde Nevermind zum bahnbrechenden Album von Nirvana. Auch nach dem Tod des Gitarristen Kurt Cobain wuchs es in den Herzen der Hörer zum Klassiker und wurde zum Vater des Grunge und Vorreiter des Alternative Rock.

Bereits 20 Jahre sind seit Veröffentlichung des Albums nun vergangen, als innerhalb kurzer Zeit den ersten Platz der US-Billboard-Charts strmte und sich auch weltweit an die Chart-Spitze arbeitete. Mehr als 30 Millionen Exemplare des Albums wurden seither verkauft.

Dave Grohl, Krist Novoselic und Kurt Cobain wurden so zu wahrhaften Ikonen einer ganzen Generation und Songs wie „Smells Like Teen Spirit“ auch noch lange nach dem Selbstmord des Sängers und Gitarristen Im Jahr 1994 zu einer Hymne für ihre Fans.

Drummer Dave Grohl erinnert sich, dass es ein Auftritt in der Show “Saturday Night Live“ war, der ihm vor Augen führte, dass das von ihnen geschaffene Album längst über ihre Köpfe hinauswuchs. Auf einmal waren sie auch Teil „dieser“ Bands, was noch unbegreiflich war, so Grohl, der seit 1994 Sänger und Gitarrist der Foo Fighters ist.

Auch Novoselic war anfangs schockiert über ihre plötzliche Berühmtheit. Während er Zuflucht in einem eigenen Heim suchte, war es für Cobain schwer, von heute auf morgen zum Sprachrohr einer gazen Generation geworden zu sein. Auch privat brachen damals viele Ereignisse auf ihn herein.

Die Bandkollegen erinnern sich genau an ihre Anfänge, als sie noch daran festhielten, die Welt verändern zu wollen. Sie umgehen es, darüber nachzudenken, wie ihr Album scheinbar Einfluss auf eine gesamte Kultur hatte. Grohl und Novoselic begründen die Dimension ihres Erfolges mit der damaligen Zeit, in der viele junge Menschen nichts hatten, an dem sie sich festhalten konnten. So wurde eine einfache Band einem Stück Realität. Auch Produzent Vig ist der Meinung, dass ein solches Album mit dieser Atmosphäre nicht mehr entstehen könne.

Zum Jubiläum erschien nun eine Neuauflage von „Nevermind“ in mehreren Sondereditionen, um sich der Atmosphäre von damals noch einmal hinzugeben.