Guitar Chords
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Die Geschichte der Gitarre

Heute gehört sie zu einem der beliebtesten Instrumente überhaupt und ist aus den meisten Rock- und Pop-Bands gar nicht mehr wegzudenken: Die Gitarre. Sie besteht aus einem Griffbrett mit sechs Saiten, deren Schwingungen auf einen Klangkörper übertragen werden. Neben der akkustischen Gitarre sind heute vor allem elektronische Gitarren angesagt, bei der die Saitenschwingung über Tonabnehmer aufgenommen und dann von einem Verstärker wiedergegeben werden.

Doch nur wenige wissen, dass die Entwicklung der Gitarre schon vor knapp 5.000 Jahren begann. Auf einem Tempel-Relief aus der Zeit von 1750 v. Chr. haben Forscher ein Instrument entdeckt, das der europäischen Laute – einem Vorgänger der heutigen Gitarre – verblüffend gleicht. Auch auf anderen ägyptischen Kunstwerken sind Frauen zu sehen, die auf Gitarren-ähnlichen Instrumenten spielen. Auch die Griechen und Römer bauten Instrumente, die der Gitarre glichen.

Die Geschichte hinter dem Wort Gitarre lässt darauf schließen, dass es die Mauren waren, die die Laute im 10. Jahrhundert aus Arabien nach Spanien einführten. Die „Al-oud“, was übersetzt Holz bedeutet, ein arabischer Vorläufer der Gitarre, hatte noch keine Bünde, ihr Griffbrett war also ähnlich einer Geige aufgebaut. Aus diesem Instrument entwickelte sich zu Zeiten der Renaissance die „Vihuela“, die noch mit einem erheblich schmaleren Korpus als Gitarren und einer Wirbelplatte ausgerüstet war. Aus ihr entwickelte sich die heutige Gitarre, auf Spanisch die „Guitarra“.

Erst kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt die Gitarre ihre heutige Stimmung, denn zuvor war sie als Barockinstrument rückläufig gestimmt worden und hatte auch nur fünf Saiten. Von der Mandora übernahm sie ihre Stimmung und auch die sechste Saite. Damit wurde aus der fünfchorigen Barockgitarre die erste sechssaitige Gitarre, wie wir sie auch heute kennen. Diese verzichtete auch auf barocke Schnörkel und Verzierungen und war durch Resonanzleisten erheblich klangvoller und lauter als frühere Modelle.

 

 

Die Punk-Ikone Patti Smith

Den Gipfel des Ruhms erreicht die 1946 in Chicago geborene Patti Smith Ende der 70er Jahre. Ihr 1975 erschienenes und von John Cale produziertes Debütalbum “Horses” macht Patti Smith zur bekannten Rock-Poetin, ihr zweites Album
“Radio Ethiopia” beeindruckt mit rauhem, alternativem Rock. Der weltweite Durchbruch gelingt ihr schließlich mit dem etwas kommerzielleren “Easter”, auf dem auch das mit Bruce Springsteen aufgenommene “Because The Night” enthalten ist. Das waren stilbildende Werke, die sich zwar nie sonderlich gut verkauften, heute aber als Klassiker gelten: Die mit berühmten Dichtern wie Sam Shepard oder William S. Burroughs befreundete Sängerin, die selber auch mehrere Gedichtbände veröffentlicht hat, verband New Yorker Garagenrock mit politischer Poetry.

Von Anfang an legt die ‘Unruhestifterin’ den Finger auf (amerikanische) Wunden, indessen neigt ihre Stimme gelegentlich dazu, von der Anklage ins leidend-knatschige umzukippen.Mit der 1979 veröffentlichten “Wave”, die
Songs wie “Dancing Barefoot” und das ihrem späteren Ehemann gewidmete “Frederick” enthält, schließt Patti Teil 1 ihrer Musikkarriere ab. Sie zieht in die Provinz bei Detroit und bleibt Hausfrau so lange es geht. Mit
Ehemann Fred nimmt Patti “Dream Of Life” (1988) auf, ein erstes musikalisches Lebenszeichen nach neun Jahren. 1994, während Patti und Fred sich in der Vorbereitung zu einer weiteren Scheibe befinden, erliegt Fred unerwartet einem Herzinfakt. Kurz darauf ereilt ihren Bruder das gleiche Schicksal. Zudem verliert Patti noch zwei weitere Menschen, die ihr zeitlebens äußerst viel bedeuteten: den New Yorker Starfotografen Robert Mapplethorpe und ihren Pianisten Richard Sohl. Trotz dieser Schicksalsschläge stürzt sich Patti Smith in neue musikalische Projekte, Dichterlesungen und Auftritte folgen. Das Album “Gone Again” erscheint 1996, ein Jahr später folgt das von der Kritik wieder als “zu düster” abqualifizierte “Peace And Noise”. Erst im Jahr 2000 gelingt ihr mit Gung Ho eine Platte, die vor der Kritik und beim Publikum Gnade findet.

Im März 2002 erscheint mit “Land (1975-2002)” eine hervorragend gemachte Best Of. Das Artwork glänzt mit schönen Fotos und Dokumenten, die Einblicke in das private Leben der Patti Smith erlauben. Im Sommer 2002 schließlich kommt Patti mit einer gemischten Performance nach Deutschland, bei der nicht nur gesungen, sondern auch vorgelesen wird.