Die Punk-Ikone Patti Smith
Den Gipfel des Ruhms erreicht die 1946 in Chicago geborene Patti Smith Ende der 70er Jahre. Ihr 1975 erschienenes und von John Cale produziertes Debütalbum “Horses” macht Patti Smith zur bekannten Rock-Poetin, ihr zweites Album
“Radio Ethiopia” beeindruckt mit rauhem, alternativem Rock. Der weltweite Durchbruch gelingt ihr schließlich mit dem etwas kommerzielleren “Easter”, auf dem auch das mit Bruce Springsteen aufgenommene “Because The Night” enthalten ist. Das waren stilbildende Werke, die sich zwar nie sonderlich gut verkauften, heute aber als Klassiker gelten: Die mit berühmten Dichtern wie Sam Shepard oder William S. Burroughs befreundete Sängerin, die selber auch mehrere Gedichtbände veröffentlicht hat, verband New Yorker Garagenrock mit politischer Poetry.
Patti Smith live, Foto: dena flows_flickr
Songs wie “Dancing Barefoot” und das ihrem späteren Ehemann gewidmete “Frederick” enthält, schließt Patti Teil 1 ihrer Musikkarriere ab. Sie zieht in die Provinz bei Detroit und bleibt Hausfrau so lange es geht. Mit
Ehemann Fred nimmt Patti “Dream Of Life” (1988) auf, ein erstes musikalisches Lebenszeichen nach neun Jahren. 1994, während Patti und Fred sich in der Vorbereitung zu einer weiteren Scheibe befinden, erliegt Fred unerwartet einem Herzinfakt. Kurz darauf ereilt ihren Bruder das gleiche Schicksal. Zudem verliert Patti noch zwei weitere Menschen, die ihr zeitlebens äußerst viel bedeuteten: den New Yorker Starfotografen Robert Mapplethorpe und ihren Pianisten Richard Sohl. Trotz dieser Schicksalsschläge stürzt sich Patti Smith in neue musikalische Projekte, Dichterlesungen und Auftritte folgen. Das Album “Gone Again” erscheint 1996, ein Jahr später folgt das von der Kritik wieder als “zu düster” abqualifizierte “Peace And Noise”. Erst im Jahr 2000 gelingt ihr mit Gung Ho eine Platte, die vor der Kritik und beim Publikum Gnade findet.
Im März 2002 erscheint mit “Land (1975-2002)” eine hervorragend gemachte Best Of. Das Artwork glänzt mit schönen Fotos und Dokumenten, die Einblicke in das private Leben der Patti Smith erlauben. Im Sommer 2002 schließlich kommt Patti mit einer gemischten Performance nach Deutschland, bei der nicht nur gesungen, sondern auch vorgelesen wird.
The Offspring
The Offspring wurde 1985 in Orange County von Dexter Holland und Greg Kriesel gegründet.The Offspring führte die Punkmusik in den Mainstream der 90er und ist heute(zurecht)die kommerziell erfolgreichste Punkband.
Erst gründeten Dexter Holland und Greg Kriesel die Band “Manic Subsidal” welche von Doug Thompson(Gesang) und Jim Benton(Schlagzeug) ergänzt wurde.Thompson wurde schnell wieder rausgeschmissen und so kam es das Dexter Holland den Gesang übernehmen musste.Danach trat Kevin Wassermann[2.gitarre(auch bekannt als Noodles)]der Band bei und James Lija ersetzte Jim Benton.1985 nannten sie sich schließlich in “The Offspring” um. James Lija nahm 1987 ein Medizin Studium auf sich,weswegen ihn der damals erst 16-jährige Ron Welty ihn ersetzen musste.Nach diesem ganzen Besetzungsdrama nahmen The Offspring schließlich ihr erstes Album bei Nemesis-Records auf(Name des Albums:Offspring).1992 nahmen sie dann ihr zweites Album Ignition bei dem größten Punklabel überhaupt auf:Epitaph!.Im Juli 1994 spielten The Offspring zum ersten mal im auf Internationaler Bühne,nämlich in Frankfurt am Main.mit dem dritten Album von The Offspring kam dann der Durchbruch.Das Album Smash wurde allein in einer Nacht millionenfach verkauft! In den weiteren zwei Jahren haben The Offspring die Platte dann noch 7,5 Millionen mal weiterverkauft!Inzwischen wechselte die Band für 6,5 Millionen Dollar zu columbia Records,wo sie dann ihr viertes Album aufnahmen(Ixnay on the Hombre),welches in Europa weiterhin auf Epitaph veröffentlicht wurde.Im laufe der Zeit folgten die Alben Americana(1999),Conspiracy of One(2002) und Splinter(2004).1999 hatten The Offspring
einen Auftritt bei Woodstock III,dem größten Rock Festival,das es je gab. Nach dem Album Conspiracy of One verließ Ron Welty die Band und Adam(Atom)Willard übernahm das Schlagzeug.2005 nahmen sie dann ihr Best Of auf(The Offspring-Greatest Hits).2006 blieb Willard dann quasi leihweise bei der Band Angeles and Airwaves. Später bekannte er sich,dass er bei AAAW bleiben wollte.Seine Nachfolge trat Pete Parada an.
Im Moment sind The Offspring dabei ihr neues Album zu erstellen welches im Frühling/Sommer auf den Markt kommen wird.
Razzia bei Gitarrenhersteller Gibson
Das Wort Gibson sollte jedem Gitarren-Begeisterten weltweit das Herz höher schlagen lassen: B.B King, Bob Marley, Eric Clapton, Bob Dylan, Frank Zappa oder der Gitarrist von U2 – sie alle spielten oder spielen auf einer Gibson-Gitarre. Die erste industriell in Serie hergestellte E-Gitarre kam aus dem Hause Gibson – die ES-150. Besondere Berühmtheit erlangte Gibsons erste Solibody-E-Gitarre, die sich nach dem berühmtesten US-amerikanischen Gitarristen benennt: Les Paul. Unter einer solchen Gitarre versteht man eine reine E-Gitarre, die keinen Klangkörper mehr bietet. Herkömmliche Gitarren oder frühe E-Gitarren leiten die Schwingung der Saiten auf einen resonierenden Klangkörper weiter, der die Klänge verstärkt und lauter macht, eine reine E-Gitarre nimmt diese Schwingung mittels elektrischer Tonabnehmer ab und leitet sie an einen Verstärker weiter, der sie lauter macht.

Gibson Gitarre, Foto: duncan brown_flickr
Nun machte der US-amerikanische Gitarrenbauer mit Sitz in Nashville im Bundesstaat Tennessee wieder Schlagzeilen – aber leider keine Positiven. Federal Marshals, die Vollzugsbehörde des Justizministeriums, erschienen vollausgerüstet in Kampfmontur bei Gibson, um eine Razzia durchzuführen. Doch es ging nicht etwa um Drogen, die in E-Gitarren geschmuggelt würden, sondern um Holz. Ja richtig gehört, denn seit 2008 gelten in Amerika strenge Strafen für die Einfuhr von illegal geschlagenem Holz. Hintergrund dieser Regelung ist ein Gesetz aus dem Jahr 1900, das eigentlich zum Schutz von Wildtieren erlassen worden war. Amerika ist ja ohnehin für juristische Kuriositäten bekannt.
Noch ist Gibson nicht offiziell angeklagt worden, weiß aber, worum es geht: Schon 2009 wurde Holz, das Gibson aus Madagaskar importieren ließ, als Schmuggelware eingestuft. Gibson widerstritt alle Vorwürfe und stoppte den Einkauf. Nun geht es wohl um Holz, das aus Indien stammt, und ebenfalls aus illegalen Quellen stammen soll. Derweil erleidet Gibson wegen dem unerklärlichen Vorgehen der Amerikanischen Justizbehörde Millionen-Einbussen und kann sich nicht einmal an ein Gericht wenden, da es offiziell keinen Prozess gibt. Besondere Kopfschmerzen macht der Rechtsvertretung die Tatsache, dass die Behörden das Gesetz rückwirkend anwenden. Denn mittlerweile ist ja ein Großteil des angeblich illegalen Holzes schon als Gitarren verbaut und verkauft – werden dann also auch tausende Amerikanische Privatbürger angeklagt?
Jimi Hendrix reloaded

Jimi Hendrix, Foto: javaluna_flickr
Jimi Hendrix ist eine Legende. Wer kennt den Virtuosen nicht? Obwohl Jimi seit 1970 nicht mehr unter den Lebenden weilt, ist er noch immer eine beständige Größe in der Musik. Heute noch werden Millionen Platten jährlich verkauft und bald bestimmt noch mehr. In Kürze werden die Live-Mitschnitte der Winterland-Konzerte veröffentlicht. Das waren schon damals legendäre Konzerte, die es bereits in den 80er Jahren teilweise zu kaufen gab. Doch nun kommt das gesamte Werk auf den Markt.
Die Konzerte begannen 1968 in dem gleichnamigen Club in San Francisco. Auf insgesamt vier CDs werden die kompletten Aufnahmen in besonders guter Qualität angeboten.
Während der Winterland-Konzerte hat Jimi Hendrix innerhalb von drei Tagen sage und schreibe sechs Konzerte gegeben. Begleitet haben ihn der nicht minder bekannte Basser Noel Redding und der Drummer Mitch Mitchell. Unglaubliche Musiker, die einen unglaublichen Nachlass hinterlassen haben. Alleine die Klassiker ‘Fire’, ‘Hey Joe’, ‘Foxy Lady’ und ‘Purple Haze’ versetzen einen in die Zeit des Rausches.
Doch nicht nur die Musik lässt das Musikerherz erfreuen, auch die Redseligkeit von Jimi zaubert ein Lächeln beim Zuhören. Sowohl die Soli als auch die zahlreichen Jamsessions sind ein Ohrenschmaus.
Wir können den Nachlassverwalter von Jimi Hendrix nur danken, denn die kompletten Konzerte, sowie die Art ‘Best Off’ überzeugen bereits nach wenigen Sekunden. Es ist so, als ob man in die Tiefen der 68er eintauchen würde. Man hört sich schummrig und genießt die Augenblicke mit Jimi. Unglaublich gelungen sind auch die Coverversionen ‘Like A Rolling Stone‘ von Bob Dylan und ‘Sunshine Of Your Love’. Zu den vier grandiosen CDs erhält man ein 36 seitiges Booklet mit seltenen Fotos und Infomaterial. Ein besonderer Augenblick ist auch das Interview mit Jimi Hendrix.
Gitarrenlehrer 2.0

Gitarre lernen, Foto: spotshot_flickr
Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Kostenlose Angebote für den Gitarrenunterricht aus dem Internet. Das funktioniert ganz einfach. Man schnallt sich sein Gitarre um, geht auf die jeweilige Onlineseite und geht schon kann es losgehen.Es gibt für jeden Geschmack das richtige Angebot. Ob klassische Gitarre, Akustik- oder E-Gitarre, jede Suchanfrage findet mehrere Treffer. Das Lehrangebot ist nicht nur für den Anfänger. Auch Fortgeschrittene können noch ein paar Tipps vom Online-Lehrer erhalten.
Der Gitarrenlehrer 2.0 bieten über Webseiten, Videokanäle und andere Foren eine Auswahl an, die oftmals auch noch umsonst ist. Am leichtesten lassen sich die Angebote über ‘Google’ finden. Hier einfach die Begriffe ‘Gitarre konstenlos’ oder ‘Gitarrenkurs’ schreiben und auf ‘Suche’ gehen.
Doch man sollte schon etwas genauer hinschauen, denn nicht alles, was als kostenlos angeboten wird, ist auch wirklich kostenlos. Auf manchen Seiten sind zwar die ersten Schritte umsonst, doch wer etwas professioneller werden möchte, der muss bestimmte Tools kaufen. Auch wenn dies etwas kostet, ist es allemal günstiger als ein Privatlehrer im realen Leben.
Wer seine Künste aber über ein Onlineangebot verbessern möchte, der wird nicht immer Top-Qualität bekommen. Das liegt nicht immer an dem Gitarrenlehrer aus dem Netz, sondern oftmals an einem selbst. Wenn sich beispielsweise ein eingeübtes Lied nicht so anhört wie das Original, kann der Onlinelehrer auf die Fehler nicht eingehen, eine Person, die einem gegenübersitzt kann dies ohne Probleme. Auch der Spielspaß ist nicht so groß, wenn man bestimmte Griffe nicht auf Anhieb hinbekommt und sich keiner anbietet, um es einen zu zeigen.
Doch nicht nur das, ein Lehrangebot, das umsonst ist macht den Markt kaputt. Man kann nicht auf Menschen verzichten. Die 13 Schuljahre bis zum Abitur kann man ja auch nicht ohne einen Lehrer und eine Schule erreichen, zumindest nicht so leicht. Wer vorhat, sein Können zu professionalisieren, der wird dies ohne einen realen Gitarrenlehrer nicht erreichen.
Review: “The Rip Tide” von Beirut

The Rip Tide, Foto: andy j miller_flickr
Wer kennt sie nicht, die US-amerikanische Folk-Band Beirut? Hinter dem Projekt steht der Junge Amerikaner Zach Condon, der schon mit 15 Jahren sein erstes Lo-Fi-Album aufnahm. Obwohl er an seiner Schule gut zurecht kam und zu den begabteren Schülern gehörte, bricht er die High School in Santa Fe, New Mexico, mit gerade mal 16 Jahren ab und reist durch Europa. Dort trifft er auf Musikrichtungen, die auch Beiruts Stil prägen werden: Balkan-Blasmusik und die Folklore der Sinti und Roma. Insgesamt bis zu elf Köpfe stehen im Studio, wenn ein neuer Beirut Song aufgenommen wird, immer wieder in neuen Zusammensetzungen. Die einzige Konstante: Zach Condon selbst.
Er war erst 19 Jahre alt, als Beiruts Debüt “Gulag Orkestra” erschien und weltweit gefeiert wurde. Darauf folgte das zweite Album “The Flying Club Cup” und kurze Ausflüge in die elektronische Klangwelt mit einer Mini-LP. Nun legt der ehrgeizige Musiker mit 25 Jahren sein drittes Studio-Album vor. Es hört auf den Namen “The Rip Tide”, also zu Deutsch irgendetwas rund um eine reißende Strömung. Während Zach Condon kürzlich in einem Interview erklärte, er habe sich bislang wie ein Dilettant benommen, da er jeden Monat ein neues Instrument lernen wollte, konzentriert er sich in seinem dritten Longplayer ganz auf Klavier, Trompete und Ukulele.
Und das merkt man, beziehungsweise hört man auch: “The Rip Tide” klingt reduziert. Keine überflüssigen Schnörkel und Füller hier und da, das ist Beiruts Sound auf einen Punkt gebracht. Neben den drei angesprochenen Instrumenten ergänzen Streicher und Orgel das Klangbild, auf den Einsatz von Elektronik wurde gänzlich verzichtet. Zum ersten Mal widmet Condon seine Songs nicht nur fernen Orten und Plätzen in der Welt, sondern auch seiner Heimatstadt und seinem Bundesstaat. Trotzdem klingt das Album keineswegs langweilig oder leer, viel eher prunkvoll und luxuriös. Auch Condons Stimme ist über die Jahre gereift, nie klang er männlicher und bestimmter.
Die Berlin Music Week
Berlin, ist die Stadt der Innovationen und der Musik. Kaum eine andere Stadt präsentiert so viele Musiker und Musikangebote, als Berlin. Hier passiert alles was für die Musikszene wichtig ist. In Berlin haben sich die wichtigsten Major Labels angesiedelt. Ob Universal oder FourMusic, alle sind sie mittlerweile in Berlin. Weil Musiker nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus dem Ausland diese Entwicklung mitbekommen haben, findet sich an jeder Ecke und in jeder auch so kleinen Bar, mindestens ein Musikact pro Abend.

Berlin Festival, Foto: berlin music week_flickr
Es ist nicht alles hochqualitativ, viele Angebote aber höchst interessant. Es gibt für jeden Geschmack rund um die Uhr etwas. Und nun auch gepresst innerhalb von fünf Tagen.
Weil Berlin Europas Musikmetropole ist, kommen auch viele der bereits bekannten und berühmten Künstler immer wieder in die Hauptstadt. So auch an diesem Wochenende. Seit Mittwoch, den 07. September platzt Berlin aus allen Nähten. Bis zum 11. werden Hunderte Bands erwartet. Ob Bars, Clubs oder Konzerthallen, alles hat sich auf den Andrang vorbereitet. Neben Jan Delay und Boy George kommen auch Suede in die Hauptstadt.
Und warum das alles? Wegen der Berliner Musik Week. Innerhalb von wenigen Tagen sollen Millionen Menschen auf ihre Kosten kommen. Hierfür wird gesorgt werden. So findet genau in den Tagen die Musikmesse Popkomm als auch das Berlin Festival, die Clubnacht, der New Music Award, die ICAS Suite und die Radionacht statt. Alle die, die was von sich halten, werden auch hier sein. Für jeden Geschmack findet sich auch das richtige Konzert.
Nicht nur Experten aus der Welt der Musik werden in Berlin erwartet. Auch für das musikverrückte Volk wurde alles vorbereitet. Die Stadt wird vor Konzert- und Cubbingangeboten aus allen Nähten platzen.
Gitarrenkoryphäe: Django Reinhardt

Django Reinhardt, Foto: flickr
Django Reinhard wurde als Jean Reinhard am 23. Januar 1910 in Liverchies, Belgien geboren. Er gehörte dem Stamm der Tsiganes an, einer Gruppierung der Zigeuner. Durch die Verfolgung der Tsiganes im Dritten Reich ist die Benennung jedoch rassistisch belastet und wird nicht mehr verwendet.
Als Sohn einer Komödiantin und einer Musikers zog Django mit seinen Eltern durch Belgien, Frankreich und Algerien. 1916 entschlossen sich seine Eltern in Paris zu bleiben. 15 Jahre lang lebten sie in einem Wohnwagen an der Porte de Choisy. Django begann dort in jungen Jahren Geige zu spielen und einige Zeit später Gitarre. Angefangen hat er mit einer sechsseitigen Banja-Gitarre und wurde in kürzester Zeit für seine Hör- und Spielkünste bekannt. Er trat in Lokalen auf und 1928 veröffentlichte er seine erste Platte als Banjospieler.
Im gleichen Jahr brannte sein Wohnwagen ab. Dies hatte zur Folge, dass die linke Hand von Django so stark verbrannt ist, das er Zeit seines Lebens eingeschränkt war. Doch dies hinderte ihn nicht daran weiter Gitarre zu spielen. Er entwickelte eine eigene Gitarrentechnik, die es ihm möglich machte zu spielen.
Django Reinhard hörte zum ersten Mal 1931 die Musik von Duke Ellington, Louis Armstrong und Joe Venuti. Sie inspirierte ihn in seiner eigenen Musik. 1933 hörte der Sänger und Varietéstar Jean Sablon vom Django Reinhardt und engagierte ihn als Begleitung für seine Schlagermusik.
Doch Karriere machte Django erst mit dem Geiger Stephane Grappelli und weiteren drei Musikern. Sie spielten als ‘Quintette du Hot Club de France‘ im fast gleichnamigen Club Hot Club de France und wurden über die Grenzen des Landes bekannt. Django macht später auch Aufnahmen mit Coleman Hawkins und Benny Carter. Ein Erfolg der Django Reinhard zu Kopf gestiegen ist und ihm am Ende seine Karriere gekostet hat.
Im Fokus: Red Hot Chili Peppers

Die Red Hot Chili Peppers, Foto: l.i._flickr
Auch im 28. Jahr ihres Bestehens ist es immer noch nicht ruhig um die vier US-amerikanischen Rocker von den “Red Hot Chili Peppers” geworden. Sie legen jetzt mit ihrem mittlerweile schon zehntem Studio-Album nach. “I’m with you” heißt es und musste wieder ohne den legendären Gitarristen John Frusciante auskommen. Dieser verließ bereits 1995 wegen Drogenproblemen die Band, stieß nach einem Entzug aber wieder zu den Jungs dazu. Seine Stelle nimmt nun der Gitarrist Josh Klinghoffer ein, der damit ein schweres Erbe angetreten ist. Im Vergleich zum virtuosen und kraftvollen Spiel Frusciantes klingt er stellenweise viel zu glatt und brav, bringt teilweise aber auch interessante neue Impulse wie kleine Mini-Soli oder quirlige Schrammeleien mit.
Ansonsten ist alles beim Alten: Bassist Flea Kiedis wartet mit seinen typischen Bassläufen auf, sein Bruder Anthony singt wie eh und je. Auch Schlagzeuger Chad Smith trommelt schon seit über zwanzig Jahren für die Chili-Schoten. Ein Wiedersehen gab es auch beim Aufnehmen des zehnten Longplayers, der Hausproduzent der Band Rick Rubin saß wieder am Mischpult und hat dabei zum Glück viel Vorsicht walten lassen – seine Abmischung des “Californication”-Albums war stellenweise viel zu übersteuert und kaum erträglich. Das Cover kommt vom Skandal-Künstler Damien Hirst. Neue Zutaten in der Chili-Suppe: Klavier, Cowbells, Bläser und auch Synthesizer. “I’m with you” erscheint auf dem Major-Label Warner.
Doch spätestens beim erneuten Durchhören des neuen Albums wird es streckenweise langweilig: Viele Songs beginnen sehr vielversprechend, flachen dann aber schnell ab und entwickeln sich nicht weiter. Magische Red Hot Chili Peppers Momente, wie es sie auf ihren Vorgängern “Blood Sugar Sex Magic” oder “One Hot Minute” zuhauf gab, sucht man auf “I’m with you” vergebens. Was einem dort zu Ohren kommt, hat es alles schon einmal irgendwie gegeben. Es klingt zwar schön, klingt auch nach den Red Hot Chili Neppers, aber wirklich gefangen nimmt es einen nicht. Trotzdem gut, dass bald zumindest mal wieder ein bisschen ordentliche Musik im Radio laufen könnte!
