Guitar Chords
A add9


Muss die GEMA ihre neuen Gebühren überdenken?

Wie geht die GEMA mit öffentlichen Veranstaltungen um?

Wie geht die GEMA mit öffentlichen Veranstaltungen um?

Der Streit um die neuen Tarifvorgaben der GEMA, der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, die sich in Deutschland um die finanzielle Verwertung der Urheberrechte kümmert, ist noch lange nicht vorbei. Vornehmlich stritten sich bisher die GEMA und der Branchenverband Dehoga. Nun schaltet sich auch die Politik ein, die sich vor allem um das wirtschaftliche Überleben vieler Diskotheken und anderer Musikveranstaltungsorte sorgt. Ab dem 01. Juli 2013 plant die GEMA neue Tarife für die öffentliche Wiedergabe von Musik. Die Preissteigerungen liegen dabei zwischen 600 und 2000 Prozent. Für regelmäßige Veranstaltungen sollen Pauschalen ab nächstem Jahr nach der Fläche eines Clubs, der Öffnungsdauer und der Höhe des Eintritts berechnet werden.

Befürchtet wird nun, dass vor allem Nischen-Veranstaltungen, die keine hohe Besucherdichte aufweisen ausfallen müssen. Bisher haben Clubs eine monatliche Pauschale bezahlt. In Zukunft müssen die Veranstaltungen auch einzeln abgerechnet werden. Dann stellt sich jedoch die Frage, wie dies möglich sein soll. Die Pläne der GEMA bewirkten einen Entrüstungssturm vieler Diskotheken und Konzerthallenbetreiber. So wurde am vergangenen Wochenende in vielen Diskos für fünf Minuten die Musik abgestellt, um gegen die neuen Vorgaben zu demonstrieren. Ein weiterer Kritikpunk vieler an der GEMA ist weiterhin, dass auch gemeinnützige Veranstaltungen, wie zum Beispiel Kindergarten-, oder Schulfeste mit einer Gebühr belastet werden. Schon Ende 2007 wurde die GEMA deswegen aufgefordert diese Richtlinien zu ändern. Klar ist, dass der Streit so schnell nicht abreißen wird. Vor allem, weil die allgemeine Situation schon in Anbetracht des Internets, das durch viele illegale Downloads die Diskussion über Urheberrechte und deren Verletzungen ausgelöst hat, gereizt ist. Dass sich nun jedoch auch die Politik auf eine Seite stellt, könnte zu einer rascheren Lösung des Problems führen. Klar ist, dass Clubbesitzer Musikern keinen finanziellen Schaden zuführen wollen. Wenn dies aber zu Lasten ihrer Existent geschieht, ist dies für viele kaum tragbar.

Bilderrechte: © maxoido – Fotolia.com

Hinterlasse eine Nachricht