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Dunkle Musik von “Dark Dark Dark”

Musik von Dark Dark Dark

Musik von Dark Dark Dark

Sie nennen sich “Dark Dark Dark” und haben erst kürzlich Berlin gerockt – dabei machen die vier Jungs und Sängerin Nona Marie Invie eigentlich gar keine so düstere Musik. Ihr aktuelles Album „Meet In The Dark“ kreist zwar um Melancholie und Schwierigkeiten im Leben, macht aber auch Mut und Hoffnung zu neuen Schritten.

Ernst gemeinte Emotionalität

Die emotional aufgeladenen Texte der neuen Platte sollen allesamt nicht fiktiv sein – so thematisiert die Nummer „Who needs you“ offen das Ende der Beziehung zwischen Sängerin Invie und Marshall LaCount, dem Mitbegründer und Produzenten der fünfköpfigen Gruppe. Zum Glück ist im Frühling 2011 nur das Paar und nicht die ganze Band zerbrochen. Mit dem Track „The Great Mistake“ versuchen die beiden sogar eine erste Annäherung. Denn dort ist die Rede davon, die eigenen Fehler einzusehen und weiterzumachen. Gedanken und Gefühle, die jeder kennt. Musik also, die einem aus der Seele spricht – zugegebenermaßen vor allem in düsteren Stunden.

Songs als Therapie für die Bandmitglieder

Für die Truppe sind emotionale Musik und ergreifende Texte das Ventil, um ihre eigenen Gefühle rauszulassen. Schreiben als Weg zur Selbsterkenntnis. Musizieren, um mit den eigenen Gefühlen ins Reine zu kommen. Als spiritueller Ausgleich, als Psychotherapie in Eigenregie. Das merkt man nicht nur der neuen Platte, sondern auch den intimen Konzerten von „Dark Darl Darl“ an. Dort geht es ordentlich zur Sache: Schlagzeuge, Klarinette, mindestens zwei elektrische Gitarren, Keyboard oder Klavier, Akkordeon und Saxophon sind mindestens vertreten. Häufig werden von einem Mitglied mehrere Instrumente auf einmal bespielt. Schließlich besteht „Dark Dark Dark“ aus professionellen Folk-Musikern – das sieht und hört man auch!

Die angenehm unaufdringliche und doch hochemotionale Band spricht eine breite Zielgruppe an: Manch Pop-Hörer kann sich von ihren sanften Melodien und inspirierenden Zeilen genauso angesprochen fühlen wie ein Fan von Indie-Rock, Dark Wave oder Emo-Core. Anspieltipp: „How It Went Down“, eine Ballade über eine Zugfahrt nach einer durchzechten Nacht.

Bilderrechte: © panthermedia.net/Michael Sandig

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