Guitar Chords
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Deep-Purple-Keyboarder Jon Lord ist verstorben

© hannesj - Fotolia.com

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Die Hammondorgel war sein Markenzeichen, und die Band Deep Purple sein wichtigstes und bekanntestes Projekt. Der britische Musiker Jon Lord hat mit seinen musikalischen Experimenten in den 70er Jahren ein Stück Musikgeschichte geschrieben. Nun ist er im Alter von 71 Jahren im Kreise seiner Familie an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.
Die Band Deep Purple hat sich im Jahr 1967 gegründet und im folgenden Jahr ihr Debütalbum Shades of Deep Purple veröffentlicht. Wegen der musikalischen Härte, die durch ein schnelles Schlagzeug und prägnante Gitarrenakkorde erreicht wurde, wird die Band gerne als Erfinder des Hard Rock, und daraus resultierend auch des Heavy Metal, bezeichnet. Mit dem Song Hush erlebte die Band ihren Durchbruch in den USA und der Siegeszug begann. Die ‘lauteste Band der Welt’ wird im Laufe ihrer Karriere mehr als 120 Millionen Alben verkaufen.

Ein besonderes Merkmal der Band um Jon Lord ist die stetige musikalische Weiterentwicklung. Improvisation war immer ein wichtiger Bestandteil der Musikalität der Band. Zu dem Einsatz der Hammondorgel wurden auch immer wieder klassische Elemente in ihre oft sehr langen Songs eingeflochten. Im Song Anthem zum Beispiel findet sich im Mittelteil ein vierstimmiges Fugato, was von Streichern gespielt wird.

Ein wichtiges Ereignis, was die Popularität der Band vergrößert hat, war eine Aufführung der Werkes Concerto for Group and Orchestra in der berühmtem Royal Albert Hall mit dem Royal Philharmonic Orchestra. Das Stück hatte der klassisch ausgebildete Musiker Jon Lord komponiert. Die Band hat über die Jahre viele Höhen und Tiefen erlebt, es sind immer Mitglieder ausgestiegen und wurden durch neue ersetzt. Ein roter Faden jedoch ist der große Erfolg und die Bekanntheit der Formation. Sowohl musikalisch als auch popkulturell hat die Band einen wichtigen Beitrag zur populären Musik geliefert und eindrucksvoll bewiesen, dass der vielbeschworene Konflikt zwischen E-Musik und U-Musik nicht unbedingt stattfinden muss, sondern sich beide Elemente durchaus wirkungsvoll zusammensetzen lassen.

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