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Test: Fireman FRM100-TR, E-Gitarre

E-Gitarre

E-Gitarre

Der legendäre Gitarrist Paul Gilbert und der japanische Instrumentenbauer Ibanez pflegen schon seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit. Der Ausnahmegitarrist ist der Marke Ibanez seit seinem Karrierebeginn treu geblieben und schon für einige Signatur-Sondermodelle verantwortlich, die unverwechselbar seine Handschrift tragen. Auch die neue Ibanez Fireman ist nach den Wünschen des weltberühmten Gitarristen entstanden.

Reines Mahagoni und ein zusätzliches Cutaway

Im Test auf Amazona.de wird der rote Teufel genau unter die Lupe genommen: Die FRM100, wie die neue Fireman offiziell abgekürzt wird, kommt mit Gigbag und Gurt. Der Körper der E-Gitarre entspricht der Ibanez Iceman, allerdings auf dem Kopf gedreht. Vom Standardmodell unterscheidet sich die FRM100 auch durch ein zusätzliches Cutaway und ein Pickguard. Das verwendete Holz ist reines Mahagoni, die Lackierung ist in transparentem Rot gehalten, welches die Holzmaserung ästhetisch ansprechend durchschimmern lässt.

Der perfekte Hals-Korpus-Übergang

Der Hals der Gitarre ist aus einer Mischung aus Mahagoni und Ahorn gefertigt und ebenfalls rot lackiert. Anders als bei der Iceman ist der Hals ausladend in den Körper eingeleimt, was mit dem speziellen Klang der neuen Fireman zu tun hat. Angeblich hat Gilbert mit den Ingenieuren von Ibanez Ewigkeiten am perfekten Hals-Korpus-Übergang gefeilt. Mit 22 Medium-Strength-Bünden und einem klassischen Griffbrett aus Palisander sollen sich der Ibanez Fireman ganz besondere Töne entlocken lassen.

Die neue Ibanez könnte leicht mit einem Modell aus den 60iger oder 70iger Jahren verwechselt werden: So sehr ist das neue Gilbert-Signatur-Modell im Retro-Look gehalten. Dazu passen auch die drei Pickups, nicht etwa Humbucher, sondern DiMarzio Injectrot-Singlecoils vorn und hinten und ein Area ’67. Damit dürfte die neue Gitarre des japanischen Instrumentenbauers vor allem etwas für sanfte und leise Töne sein – obwohl man von einem so industriellen und schroffen Solisten wie Gilbert instinktiv etwas ganz anderes erwartet hätte.

Bilderrechte: © andreas – Fotolia.com

E-Gitarre – Kaufhilfe: Darauf sollte man achten

Vor dem Kauf sollte sich ein paar Gedanken machen

Vor dem Kauf sollte sich ein paar Gedanken machen

Der Kauf der passenden E-Gitarre ist eine Aufgabe, für die man sich unbedingt Zeit nehmen sollte. Wer vor dem Kauf unterschiedliche Aspekte bedacht hat, kann eine Gitarre finden, die gut zu ihm passt und die er lange nutzen kann.

Am Anfang der Suche kann man sich unterschiedliche Fachmagazine anschauen, da viele Gitarrenfirmen ihre Produkte dort inserieren. In den meisten Fällen sagt die Werbung aber nicht viel über die Qualität der angebotenen Gitarren aus. Trotzdem kann man sich durch die Anzeigen einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Preise und Ausstattung verschaffen.

Eine Gitarre sollte man sich vor Ort anschauen

Im nächsten Schritt kann man einige Musikgeschäfte aufsuchen. Dort kann man unterschiedliche Gitarren testen. Dabei sollte man sich jedoch nicht nur auf Modelle in seiner Preisklasse beschränken. Dadurch kann man sehen, welche Preisklasse und vor allem welche Ausstattung für ihn in Frage kommt. Wer noch nie auf einer E-Gitarre gespielt hat, sollte sich im Vorfeld jedoch mit der Technik vertraut machen. Am besten nimmt man außerdem einen erfahrenen Freund mit, der einen beim Kauf unabhängig beraten kann.

In den meiste Läden kann man die Modelle auch testen

Wer eine oder mehrere Gitarren in einem Geschäft testen möchte, sollte dem Berater im Laden unbedingt zeigen, dass er die Gitarre pfleglich behandeln kann. Andernfalls würde ihm niemand erlauben, die Gitarren zu testen. Beim Test kann man die Verarbeitung der unterschiedlichen Modellen prüfen. Dabei sollte man darauf achten, ob der Hals der Gitarre gerade ist und ob die Verbindung zwischen Hals und Korpus in Ordnung ist. Außerdem sollten die Bünde besonders an den Kanten gut verarbeitet sein. Nicht zuletzt sollte man beim Test den Sound begutachten. Nach dem Test weiß man, ob eine Gitarre bespielbar ist oder nicht. Sobald man weiß, in welcher Preisklasse man sich bewegt und auf welche Ausstattung man besonderen Wert legt, kann man über Merkmale wie Form und Farbe nachdenken.

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Die Geschichte der Gitarre

Heute gehört sie zu einem der beliebtesten Instrumente überhaupt und ist aus den meisten Rock- und Pop-Bands gar nicht mehr wegzudenken: Die Gitarre. Sie besteht aus einem Griffbrett mit sechs Saiten, deren Schwingungen auf einen Klangkörper übertragen werden. Neben der akkustischen Gitarre sind heute vor allem elektronische Gitarren angesagt, bei der die Saitenschwingung über Tonabnehmer aufgenommen und dann von einem Verstärker wiedergegeben werden.

Doch nur wenige wissen, dass die Entwicklung der Gitarre schon vor knapp 5.000 Jahren begann. Auf einem Tempel-Relief aus der Zeit von 1750 v. Chr. haben Forscher ein Instrument entdeckt, das der europäischen Laute – einem Vorgänger der heutigen Gitarre – verblüffend gleicht. Auch auf anderen ägyptischen Kunstwerken sind Frauen zu sehen, die auf Gitarren-ähnlichen Instrumenten spielen. Auch die Griechen und Römer bauten Instrumente, die der Gitarre glichen.

Die Geschichte hinter dem Wort Gitarre lässt darauf schließen, dass es die Mauren waren, die die Laute im 10. Jahrhundert aus Arabien nach Spanien einführten. Die „Al-oud“, was übersetzt Holz bedeutet, ein arabischer Vorläufer der Gitarre, hatte noch keine Bünde, ihr Griffbrett war also ähnlich einer Geige aufgebaut. Aus diesem Instrument entwickelte sich zu Zeiten der Renaissance die „Vihuela“, die noch mit einem erheblich schmaleren Korpus als Gitarren und einer Wirbelplatte ausgerüstet war. Aus ihr entwickelte sich die heutige Gitarre, auf Spanisch die „Guitarra“.

Erst kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt die Gitarre ihre heutige Stimmung, denn zuvor war sie als Barockinstrument rückläufig gestimmt worden und hatte auch nur fünf Saiten. Von der Mandora übernahm sie ihre Stimmung und auch die sechste Saite. Damit wurde aus der fünfchorigen Barockgitarre die erste sechssaitige Gitarre, wie wir sie auch heute kennen. Diese verzichtete auch auf barocke Schnörkel und Verzierungen und war durch Resonanzleisten erheblich klangvoller und lauter als frühere Modelle.

 

 

Razzia bei Gitarrenhersteller Gibson

Das Wort Gibson sollte jedem Gitarren-Begeisterten weltweit das Herz höher schlagen lassen: B.B King, Bob Marley, Eric Clapton, Bob Dylan, Frank Zappa oder der Gitarrist von U2 – sie alle spielten oder spielen auf einer Gibson-Gitarre. Die erste industriell in Serie hergestellte E-Gitarre kam aus dem Hause Gibson – die ES-150. Besondere Berühmtheit erlangte Gibsons erste Solibody-E-Gitarre, die sich nach dem berühmtesten US-amerikanischen Gitarristen benennt: Les Paul. Unter einer solchen Gitarre versteht man eine reine E-Gitarre, die keinen Klangkörper mehr bietet. Herkömmliche Gitarren oder frühe E-Gitarren leiten die Schwingung der Saiten auf einen resonierenden Klangkörper weiter, der die Klänge verstärkt und lauter macht, eine reine E-Gitarre nimmt diese Schwingung mittels elektrischer Tonabnehmer ab und leitet sie an einen Verstärker weiter, der sie lauter macht.

Gibson Gitarre, Foto: duncan brown_flickr

Nun machte der US-amerikanische Gitarrenbauer mit Sitz in Nashville im Bundesstaat Tennessee wieder Schlagzeilen – aber leider keine Positiven. Federal Marshals, die Vollzugsbehörde des Justizministeriums, erschienen vollausgerüstet in Kampfmontur bei Gibson, um eine Razzia durchzuführen. Doch es ging nicht etwa um Drogen, die in E-Gitarren geschmuggelt würden, sondern um Holz. Ja richtig gehört, denn seit 2008 gelten in Amerika strenge Strafen für die Einfuhr von illegal geschlagenem Holz. Hintergrund dieser Regelung ist ein Gesetz aus dem Jahr 1900, das eigentlich zum Schutz von Wildtieren erlassen worden war. Amerika ist ja ohnehin für juristische Kuriositäten bekannt.

Noch ist Gibson nicht offiziell angeklagt worden, weiß aber, worum es geht: Schon 2009 wurde Holz, das Gibson aus Madagaskar importieren ließ, als Schmuggelware eingestuft. Gibson widerstritt alle Vorwürfe und stoppte den Einkauf. Nun geht es wohl um Holz, das aus Indien stammt, und ebenfalls aus illegalen Quellen stammen soll. Derweil erleidet Gibson wegen dem unerklärlichen Vorgehen der Amerikanischen Justizbehörde Millionen-Einbussen und kann sich nicht einmal an ein Gericht wenden, da es offiziell keinen Prozess gibt. Besondere Kopfschmerzen macht der Rechtsvertretung die Tatsache, dass die Behörden das Gesetz rückwirkend anwenden. Denn mittlerweile ist ja ein Großteil des angeblich illegalen Holzes schon als Gitarren verbaut und verkauft – werden dann also auch tausende Amerikanische Privatbürger angeklagt?

Gitarrenkoryphäe: Django Reinhardt

Django Reinhardt, Foto: flickr

Django Reinhard wurde als Jean Reinhard am 23. Januar 1910 in Liverchies, Belgien geboren. Er gehörte dem Stamm der Tsiganes an, einer Gruppierung der Zigeuner. Durch die Verfolgung der Tsiganes im Dritten Reich ist die Benennung jedoch rassistisch belastet und wird nicht mehr verwendet.

Als Sohn einer Komödiantin und einer Musikers zog Django mit seinen Eltern durch Belgien, Frankreich und Algerien. 1916 entschlossen sich seine Eltern in Paris zu bleiben. 15 Jahre lang lebten sie in einem Wohnwagen an der Porte de Choisy. Django begann dort in jungen Jahren Geige zu spielen und einige Zeit später Gitarre. Angefangen hat er mit einer sechsseitigen Banja-Gitarre und wurde in kürzester Zeit für seine Hör- und Spielkünste bekannt. Er trat in Lokalen auf und 1928 veröffentlichte er seine erste Platte als Banjospieler.

Im gleichen Jahr brannte sein Wohnwagen ab. Dies hatte zur Folge, dass die linke Hand von Django so stark verbrannt ist, das er Zeit seines Lebens eingeschränkt war. Doch dies hinderte ihn nicht daran weiter Gitarre zu spielen. Er entwickelte eine eigene Gitarrentechnik, die es ihm möglich machte zu spielen.

Django Reinhard hörte zum ersten Mal 1931 die Musik von Duke Ellington, Louis Armstrong und Joe Venuti. Sie inspirierte ihn in seiner eigenen Musik. 1933 hörte der Sänger und Varietéstar Jean Sablon vom Django Reinhardt und engagierte ihn als Begleitung für seine Schlagermusik.

Doch Karriere machte Django erst mit dem Geiger Stephane Grappelli und weiteren drei Musikern. Sie spielten als ‘Quintette du Hot Club de France‘ im fast gleichnamigen Club Hot Club de France und wurden über die Grenzen des Landes bekannt. Django macht später auch Aufnahmen mit Coleman Hawkins und Benny Carter. Ein Erfolg der Django Reinhard zu Kopf gestiegen ist und ihm am Ende seine Karriere gekostet hat.