Guitar Chords
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Gotye bringt Album raus

Lagerfeuerromantik, Gitarrenklänge und klagender Gesang: An dem Genre des Singer-/ Songswriters kommt man heutzutage nicht mehr vorbei. Doch viele Musiker ähneln einander zum Verblüffen: Wirklich originelle Songs findet man nur mit sehr viel Glück, schluffige Kopien von bereits existierenden Songs und pseudo-intellektuelle Texte über die grausame Welt oder unerwiderte Liebe gibt es allerdings wie Sand am Meer. Obwohl Gotye, der mit echtem Namen Wouter de Backer heißt und aus Belgien stammt, mittlerweile in Australien lebt und sich auch als Singer-/ Songwriter bezeichnet, tappt er nicht in diese Falle der Beliebigkeit. Doch in eine andere: Hört man seine kürzlich erschienene Platte “Like Drawing Blood” durch, fühlt man sich an eine Zeitreise durch die elektronischen Genres der 90er Jahre erinnert. Immerhin sind hier nicht altbekannte Lieder kopiert worden, aber eine eigene Note fehlt dennoch ganz und gar. Beinah scheint es, als handle es sich bei “Like Drawing Blood” um ein Demo-Band und nicht ein fertiges Album.

Der Longplayer erschien in Australien übrigens schon 2006. Down under folgte bereits ein Remix-Album: Ein Remix-Album eines Albums, dass selbst wie ein Remix der 90er Jahre klingt? Nein Danke! “Like Drawing Blood” beginnt mit einer Drum & Bass – Nummer namens “The only way”. Während man sich bei diesem Song vielleicht noch darüber freut, einen Sound zu bekommen, der einen an längst vergangene Tage erinnern lässt, erfolgt spätestens bei “Hearts A Mess” die Ernüchterung: Hier wurden alle Trip Hop – Klischees verbaut. Es folgt perfekter 80er Jahre Synthie – Pop, Dub – Klänge und sogar 60er Jahre Soul – Nummern. Das alles wirkt am Ende so beliebig und uninspiriert, dass man sich doch fragt, was genau die Intentionen Gotyes beim Schreiben und Ausproduzieren dieser Songs gewesen sein könnten…

Schrille 90er-Jahre-Retropartys mit viel Musik

© Oliver Muth - Fotolia.com

© Oliver Muth - Fotolia.com

Mottopartys sind für viele eine besondere Abwechslung zum normalen Partygeschehen. Beliebt sind dabei 90er-Feten, die schon mit wenig Aufwand vorbereitet werden können. Als erstes steht die Auswahl der richtigen Location auf dem Plan. Diese sollte eine große Tanzfläche, aber gleichzeitig auch die Möglichkeit zum Sitzen bieten. Als nächstes geht es an die Dekoration. Bunte Lichterketten sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung. Passend zu den 90ern dürfen außerdem alte Gameboys, gegebenenfalls Diddl-Mäuse und Poster von den Backstreet Boys oder Spice Girls nicht fehlen.

An Getränken sollten neben schrillen alkoholischen Drinks auch Eistee und verschiedene Energy-Getränke bereit stehen. Kleine Snacks sind auch immer willkommen. Und hier eine kleine Auswahl von interpreten, die auf keiner 90er Mottoparty fehlen dürfen: Aqua, Backstreet Boys, Blümchen, TicTacToe, Spice Girls und Dr. Alba. Typische Musikrichtungen waren in der 90er Jahren Hip-Hop, Techno, Rave und Eurodance.

Sind alle Vorbereitungen getroffen, gilt es sich selbst passen für das Event zu kleiden. Dem richtigen Styling muss bei solchen Partys natürlich größte Aufmerksamkeit zukommen. Im Trend lagen vor allem Neonfarben, egal ob es sich um Schuhe, Oberteile oder sogar Hosen handelte. Das  Motto lautet klar: Je schriller, desto besser. Experimentelle Farbkombinationen sind ausdrücklich erwünscht. Dabei darf alles gerne schön knapp sein. Allerdings sollte die Wahl eines bauchfreien Tops von der Jahreszeit abhängig gemacht werden. Angesagt waren außerdem Plateau-Schuhe mit einer Höhe von mehreren Zentimetern.

Wenn Sie auch die Haare entsprechend der 90er-Jahre stylen möchten, sollte sich viele kleine Zöpfe flechten und seine Frisur anschließend mit einem bunten Haarband krönen.

Gastautorin Klaudia Pfeffer

Tim Bendzko – Deutschlandtour ab Januar 2012

Tournee © DWP - Fotolia.com

Tournee © DWP - Fotolia.com

“Nur noch kurz die Welt retten” – Tim Bendzkos Debütsingle, sollte umbenannt werden in “Nur noch kurz Deutschland retten”, denn genau das hat er ab Mitte Januar vor.

Im vergangenen Jahr legte Tim Bendzko einen erstaunlichen Karrierestart hin. Mit seiner Hitsingle “Nur noch kurz die Welt retten” erreichte er Platz 2 der deutschen Charts. Auch sein Album “Wenn Worte meine Sprache wären” wurde im ganzen Land gefeiert und hat inzwischen Platin-Status erreicht.

Der symphatische 26jährige Berliner gewann darüber hinaus den “Bundesvision Songcontest” und wurde mit einem Bambi ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr spielte er bereits vor ausverkauften Hallen Titel aus seinem Longplayer, nun folgt eine Tournee.

In Interviews gibt sich der Singer und Songwriter ganz normal und überhaupt nicht abgehoben. Er hält nicht viel von einer Show um seine Person, sondern will einfach nur Musik machen. Das wird ihm nicht zu letzt seine Freundin danken zu der er sich von Anfang an bekannte und nicht die übliche Singleschwarmshow hinlegte. Früher spielte er selbst Fußball und bekennt sich auch heute noch ganz offenkundig zu dem Traditionsverein FC Union. Sein Herz schlägt für Berlin und doch wird der die Hauptstadt ab MItte Januar verlassen um “mal eben kurz die Welt retten” zu können.

Wer den charmanten Berliner sehen will, hat ab dem 15.1.2012 die Chance dazu.

15.01., Offenbach, Capitol

16.01., Ulm, Roxy

17.01., Würzburg, Posthalle

19.01., Trier, Tuchfabrik

20.01., Mainz, Frankfurter Hof

21.01., Mannheim, Alte Feuerwache

22.01., Dortmund, FZW

24.01., Münster. Jovel

25.01., Bremen, Schlachthof

27.01., Flensburg, Deutsches Haus

29.01., Osnabrück, Rosenhof

30.01., Krefeld, Kulturfabrik

31.01., Köln, Live Music Hall

02.02., Kassel, Musiktheater

03.02., Hannover, Capitol

04.02., Braunschweig, Meier Music Hall

05.02., Bielefeld, Ringlokschuppen

11.02., Potsdam, Lindenpark

12.02., Nürnberg, Hirsch

13.02., Stuttgart, Longhorn

15.02., Freiburg, Jazzhaus

19.02., München, Ampere

23.02., Dresden, Beatpol

24.02., Magdeburg, Altes Theater

25.02., Erfurt, HsD

27.02., Berlin, Astra

20.06., Köln, Tanzbrunnen

12.07., Hamburg, Stadtpark

13.07., Mainz, Zitadelle

Das erste Konzert seit fünf Jahren: New Order in London

© sborisov - Fotolia.com

© sborisov - Fotolia.com

London steht für seine berühmte Szene, die allenfalls in Camden, einem Stadtteil im Norden der Stadt, ihre Runden dreht. Hier geben sich Stars die Klinke mit dem Fußvolk in die Hand. Amy Winehouse lebte hier, sang oft in einer der Karaoke-Bars, wo jeder Zugang hatte, The Libertines-Mitglieder Carl Barat und Peter Doherty tranken letztens hier Kaffee. Ein kurioses Bild, wenn man einen der Stars hautnah in Camden erlebt. Doch eine Band, bei der man dachte, sie gäbe es seit fünf Jahren nicht mehr, feierte nun ihr Comeback – allerdings nicht in Camden.

Denn dort, wo die alten Docklands stehen, gibt es nur wenige Touristen. Hier gibt es nicht das berühmte coole Londoner szenige Leben, sondern einfach nur viele junge Londoner, zumeist Studenten. Hier gab die Band “New Order” ihr erstes Konzert seit fünf Jahren. Gerüchte sagen, dass es innerhalb von 15 Minuten nach Bekanntgabe ausverkauft gewesen sein soll. Wer New Order nicht kennen sollte, bekommt nun noch einmal die Chance in den Geschichtsbücher der Musik zu kramen oder sich einfach zu erinnern, denn New Order feierte seine meisten Erfolge in den 80er-Jahren.

Und dieses Flair der 80er lebten New Order im Troxy wieder auf. Denn nur zwei Songs spielten sie, die nach den 80er Jahren entstanden sind. Denn nach den 80ern kam nicht mehr unbedingt viel. Nur ein Song war so zusagen als “Hit” zu bezeichnen in den vergangenen 18 Jahren: “Crystal”. Natürlich spielte auch ein Song von Joy Divison eine Rolle, der den britischen Pop-Rock maßgeblich beeinflusst haben dürfte: “Love will tear us apart again”. Schließlich haben zwei der Mitglieder von New Order Anteil an der Produktion von dem Klassiker in der Szene.

Posthum: Amy Winehouse veröffentlicht neues Album

Als Amy Winehouse starb, arbeitete sie noch an ihrem letzten Album. Dabei sollte es sich um eine dringlich erwartete Fortsetzung ihres Weltbestsellers “Back to Black” handeln. Doch dann starb die junge Sängerin und die Arbeiten am Album konnten nicht mehr fortgesetzt werden.

Es war geplant, dass Amy Winehouse das Album zusammen mit ihrem Produzent Salaam Remi rausbringt. Doch damals war nicht abzusehen, dass Ami sterben würde. Nun bringt der Produzent das Album alleine raus. Pünktlich zu Weihnachten steht das erste postume Winehouse-Album an. Das Werk heißt “Hidden Treasures” und sorgte schon vorab für eine Menge Spekulationen: Viele Boulevardblätter haben sich gefragt, wie weit Winehouse mit ihrem dritten Album war und wie viel Schaden ihre Stimme letztendlich genommen hat?

Was jetzt schon klar ist: die Arbeiten am Album konnten nicht wie vorgesehen zu Ende gebracht werden. Daher konnte der Produzent nun nur noch Reste zusammen tragen. Denn bei den Songs auf “Hidden Treasures” handelt es sich teilweise um ganz frühe Demos, teilweise um finale Aufnahmen. All die Songs stammen aus verschiedenen Winehouse-Schaffensperioden. Sechs der zwölf Songs auf der neuen CD sind sogenannte Coverversionen – von anderen geschriebene Lieder. Das Lied “The Girl From Ipanema” wurde von  Bossa-Gassenhauer geschrieben. Amy Winehouse hat es mit 18 eingespielt. Weitere Songs aus dem Album sind der Girl-Group-Hit “Will You Still Love Me Tomorrow?” der Doo-Wop-Oldie “Our Day Will Come”. Der letzte Song wird auch als der erste Single des Albums veröffentlicht.

Interessanter sind natürlich die eigenen Songs von Winehouse. Drunter sind Skizzen von schon bekannten Liedern wie “Tears Dry On Their Own” oder “Wake Up Alone”, Halbfertiges wie “Like Smoke” (nun angereichert mit einem Einsatz des Rappers Nas) oder die liegengebliebene Ballade “Halftime”. Doch der einzig wahre, funkelnde Schatz auf der CD ist “Between The Cheats”, ein Doo-Wop-Klagelied, welches ursprünglich für ein drittes reguläres Winehouse-Album fest eingeplant war. Der Song macht unmissverständlich klar, dass die gequälte Sängerin auch zum Schluss Top-Leistungen erbringen konnte.

Newcomer: Neon Indian

 

© Stefan Thiermayer - Fotolia.com

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Vor zwei Jahren stellte Neon Indian mit seinem Song “Deadbeat Summer” die Hymne des träge entspannten “Summer of Chillwave”. Auch Toro Y Moi, Memory Tapes und Small Black machten 2009 Musik, die ein Autor des Blogs Hipster Runoff als Chillwave bezeichnete, einem Soundtrack für die Akademiker unter den ”digital natives”. Der Song “Blessa” von Toro Y Moi fasst die vorherrschende Stimmung wunderbar zusammen. “I found a job / I do it fine / not what I want / but I still try”.

Vergangenes Jahr brachten die Chillwave-Pioniere dann Debütalben heraus, doch der Hype war vorbei. Der Popkritiker der New York Times, Jon Pareles, meinte,  Chillwave-Künstler wären zu Hipster, zu unfähig oder zu feige, den 80er Synthiepop, den sie toll finden, überhaupt nur zu imitieren. Deshalb ist 2011 so entscheidend für das Genre. Die Größen der Szene brachten neue Alben heraus. Die Künstler haben Gemeinsamkeiten: Alle sind sogenannte Laptop-Artists, ihre Inspirationen finden sie in der Synthie-Pop-Szene der 80er. Doch jeder hat einen anderen Weg eingeschlagen. Memory Tapes weicht am weitesten von den verrauschten Stimmen des Chillwave ab. Im Gegensatz ist auf dem diesjährigen Debut-Album von Washed Out prototypischer Chillwave zu hören. Auf “Within And Without” bearbeitet Ernest Greene, ein arbeitsloser Bibliothekar, seine Stimme mit Hall und Filtern und unterlegt Shynthiemelodien mit einem gemütlichem Club-Beat. Genauso wie der Kopf hinter Toro Y Moi, Chaz Bundick, der das Lebensgefühl im Summer of Chillwave mit “Blessa” erfasst hat, hatte Greene gerade seinen Abschluss gemacht, als er anfing, Musik zu machen. Toro Y Moi drängt mit seinem zweiten Album aber eher auf den Dancefloor. 

Wie Punk wird Chillwave mit den einfachsten technischen Mitteln erzeugt, ob das allerdings dazu reicht, zum Soundtrack des Cyperpunk gegen die seelenlose Warenwelt zu werden, bleibt fraglich. 

Neues Album von Dillon

© U.P.images - Fotolia.com

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Zum ersten Mal hörte man von der Brasilianerin Dominique Dillon 2007. Sie war eine der ersten, die von der Plattform Youtube und MySpace profitierten. Sie wurde von Musikliebhabern und Musikern gleichermassen bejubelt. Es dauerte nicht lange, da hatte schon das Melt Festival eine Einladung an Frau Dillon rausgeschickt. Und die junge Brasilianerin kam und eroberte die Mengen auf anhieb. Es folgte eine Tour mit Tocotronic und Anfragen verschiedener Labels. 

Fünf Jahre später lebt und arbeitet Dillon in Berlin und veröffentlicht nun ihr erstes Album ‘This Silence Kills’ beim Berliner Label Bpitch Control. Die Produktion übernahmen Thies Mynther und Tamer Fahri Özgönenc. 

Was die Hörer erwartet? Stücke mit housigem Bass und Time-Stretching. Doch das ist noch lange nicht alles. Das ganze verkommt nämlich nicht zu einer plumpen Electroplatte. Zwischendrin gibt es Songs mit einer einfachen Klavierbegleitung oder Blas- und Streichinstrumenten. Wer jetzt denkt, das kennt man doch schon, der irrt und auch wieder nicht. Dillon erfindet das Rad nicht neu, doch sie hat einen hohen Wiedererkennungswert. 

Man fühlt sich, als ob man bei den Aufnahmen dabei wäre. Im Hintergrund ist ein Geklapper zu hören, zwischen den Worten kann man das Atmen wahrnehmen und das unperfekte Drumherum, gibt der Platte einen unheimlichen Sympathiepunkt. Dem Zuhörer erscheinen die Aufnahmen ehrlich und unverblümt, zart und doch bestimmend. Es ist kein Album, das wieder gemacht werden musste, weil der Künstler wieder von sich hören lassen muss. Es ist echt und ungezwungen. Auf die Frage, wie Dillon ihre Songs schreibt, antwortet sie der Welt Kompakt ‘Man kotzt es aus, dann guckt man es sich an und sieht, was denn da drin war.’ Sehr cool und doch sympathisch. 

Die Experimentalgötter von Animal Collective

Im umfangreichen Werk der Musiker von Animal Collective gibt es immer wieder einiges zu entdecken. Denn ihre Musik ändert sich laufend. Die amerikanische Band macht seit mehr als 10 Jahren auf sich aufmerksam. Mal in Form von Alben, Mal in Form von EPs oder Musikfilmen. Für die treu ergebenen Fans bedeutet das, dass sie sich immer wieder die neuen Platten zulegen müssen. Und außerdem müssen sie fast ununterbrochen Animal Collective hören. Was dabei noch erstaunlicher ist: die Ergüsse der Band sind jeweils ziemlich unterschiedlich. Und bleiben trotzdem immer unverkennbar. Was wir jedoch am erstaunlichsten finden, ist die hohe Qualität, die die Band mit ihren Werken immer wieder erreicht.

Animal Collective, Foto: riotonsunset_flickr

Animal Collective, Foto: riotonsunset_flickr

Die Musik der Band wird als poppig, melodiös, chaotisch, sonnig, unruhig, verträumt, oft abenteuerlich bezeichnet. Man kann sie schwer beschreiben oder in eine Musikrichtung einordnen. Denn es gibt kaum vergleichbare Bands. Außerdem ist die Band so vielseitig, dass man sie mit nur einem Album kaum kennen lernen kann.

Was der Hörer beim Album mit dem Titel MMP oft nicht vermutet: Hinter all den dichten elektronischen Sounds, den zahlreichen eingeflochtenen Geräuschen, dem mehrspurigen und mehrstimmigen Gesang hält sich der Pop versteckt. Wenn man das Album mehrmals gehört hat, stösst man auf Popsongs wie “My Girls”, “Summertime Clothes”, “Bluish”, oder “Taste”. Und die Melodien werden nie langweilig. Wir wollen aber auch die anderen Alben nicht unerwähnt lassen.  Auf “Strawberry Jam” aus dem Jahr 2007 gibt es, im Vergleich zum elektronischeren “MPP”, mehr live eingespielte Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre oder Bass. Die Musik aus diesem Album ist also näher an Indierock. Das Album “Feels” von 2005 schwankt zwischen ruhigerem, psychedelischem Folk und energiegeladenen, schrägen Popsongs.

Am besten machen Sie sich selbst auf die Reise und lernen die Musik von Animal Collective dabei kennen.

Vor 20 Jahren: Nirvanas Nevermind

Das berühnte Cover Nevermind, Foro: SunToad_Flickr

Das berühnte Cover Nevermind, Foro: SunToad_Flickr

Mit Songs wie „Smells Like Teen Spirit“ und „Come As You Are“ wurde Nevermind zum bahnbrechenden Album von Nirvana. Auch nach dem Tod des Gitarristen Kurt Cobain wuchs es in den Herzen der Hörer zum Klassiker und wurde zum Vater des Grunge und Vorreiter des Alternative Rock.

Bereits 20 Jahre sind seit Veröffentlichung des Albums nun vergangen, als innerhalb kurzer Zeit den ersten Platz der US-Billboard-Charts strmte und sich auch weltweit an die Chart-Spitze arbeitete. Mehr als 30 Millionen Exemplare des Albums wurden seither verkauft.

Dave Grohl, Krist Novoselic und Kurt Cobain wurden so zu wahrhaften Ikonen einer ganzen Generation und Songs wie „Smells Like Teen Spirit“ auch noch lange nach dem Selbstmord des Sängers und Gitarristen Im Jahr 1994 zu einer Hymne für ihre Fans.

Drummer Dave Grohl erinnert sich, dass es ein Auftritt in der Show “Saturday Night Live“ war, der ihm vor Augen führte, dass das von ihnen geschaffene Album längst über ihre Köpfe hinauswuchs. Auf einmal waren sie auch Teil „dieser“ Bands, was noch unbegreiflich war, so Grohl, der seit 1994 Sänger und Gitarrist der Foo Fighters ist.

Auch Novoselic war anfangs schockiert über ihre plötzliche Berühmtheit. Während er Zuflucht in einem eigenen Heim suchte, war es für Cobain schwer, von heute auf morgen zum Sprachrohr einer gazen Generation geworden zu sein. Auch privat brachen damals viele Ereignisse auf ihn herein.

Die Bandkollegen erinnern sich genau an ihre Anfänge, als sie noch daran festhielten, die Welt verändern zu wollen. Sie umgehen es, darüber nachzudenken, wie ihr Album scheinbar Einfluss auf eine gesamte Kultur hatte. Grohl und Novoselic begründen die Dimension ihres Erfolges mit der damaligen Zeit, in der viele junge Menschen nichts hatten, an dem sie sich festhalten konnten. So wurde eine einfache Band einem Stück Realität. Auch Produzent Vig ist der Meinung, dass ein solches Album mit dieser Atmosphäre nicht mehr entstehen könne.

Zum Jubiläum erschien nun eine Neuauflage von „Nevermind“ in mehreren Sondereditionen, um sich der Atmosphäre von damals noch einmal hinzugeben.

Die Geschichte der Gitarre

Gitarre, Foto von Last Hero/flickr.com

Gitarre, Foto von Last Hero/flickr.com

Heute gehört sie zu einem der beliebtesten Instrumente überhaupt und ist aus den meisten Rock- und Pop-Bands gar nicht mehr wegzudenken: Die Gitarre. Sie besteht aus einem Griffbrett mit sechs Saiten, deren Schwingungen auf einen Klangkörper übertragen werden. Neben der akkustischen Gitarre sind heute vor allem elektronische Gitarren angesagt, bei der die Saitenschwingung über Tonabnehmer aufgenommen und dann von einem Verstärker wiedergegeben werden.

Doch nur wenige wissen, dass die Entwicklung der Gitarre schon vor knapp 5.000 Jahren begann. Auf einem Tempel-Relief aus der Zeit von 1750 v. Chr. haben Forscher ein Instrument entdeckt, das der europäischen Laute – einem Vorgänger der heutigen Gitarre – verblüffend gleicht. Auch auf anderen ägyptischen Kunstwerken sind Frauen zu sehen, die auf Gitarren-ähnlichen Instrumenten spielen. Auch die Griechen und Römer bauten Instrumente, die der Gitarre glichen.

Die Geschichte hinter dem Wort Gitarre lässt darauf schließen, dass es die Mauren waren, die die Laute im 10. Jahrhundert aus Arabien nach Spanien einführten. Die „Al-oud“, was übersetzt Holz bedeutet, ein arabischer Vorläufer der Gitarre, hatte noch keine Bünde, ihr Griffbrett war also ähnlich einer Geige aufgebaut. Aus diesem Instrument entwickelte sich zu Zeiten der Renaissance die „Vihuela“, die noch mit einem erheblich schmaleren Korpus als Gitarren und einer Wirbelplatte ausgerüstet war. Aus ihr entwickelte sich die heutige Gitarre, auf Spanisch die „Guitarra“.

Erst kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt die Gitarre ihre heutige Stimmung, denn zuvor war sie als Barockinstrument rückläufig gestimmt worden und hatte auch nur fünf Saiten. Von der Mandora übernahm sie ihre Stimmung und auch die sechste Saite. Damit wurde aus der fünfchorigen Barockgitarre die erste sechssaitige Gitarre, wie wir sie auch heute kennen. Diese verzichtete auch auf barocke Schnörkel und Verzierungen und war durch Resonanzleisten erheblich klangvoller und lauter als frühere Modelle.